| Rodenkirchen.
Der obligatorische Spatenstich fand noch nicht statt, weil die Baugenehmigung
vom Landkreis Wesermarsch noch nicht vorliegt, aber zumindest verkündet
seit dem gestrigen Mittwochvormittag ein großes Bauschild, daß
mit dem Bau eines Seniorenpflegezentrums auf dem Grundstück von Claus
Töllner in Hartwarden demnächst begonnen werden soll.
Zur
Enthüllung dieses Schildes hatte die Wohnunsgbaugesellschaft Wesermarsch
gestern Vertreter der Gemeinde Stadland, der Stadt Brake, des Landkreises
Wesermarsch, der Arbeiterwohlfahrt sowie andere Gäste eingeladen.
In
seiner Begrüßung hob der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft
Wesermarsch, Ernst-August Ede, hervor, daß das Bauvorhaben ein wenig
ungewöhnlich sei, da an zwei Standorten, nämlich Rodenkirchen
und Brake, jeweils ein Altenpflegezentrum errichtet werde. Doch dieses
ganz neue Modell habe Anklang gefunden, was auch durch den Zuschuß
des Landes Niedersachsen bestätigt werde. Ernst-August Ede bedankte
sich bei den Vertretern der Gemeinde Stadland, der Stadt Brake und des
Landkreises für ihren Einsatz. Einziger Wermutstropfen sei die Tatsache,
daß die Baugenehmigung noch nicht vorliege, weil der Landkreis Wesermarsch
die umfangreichen Statik-Berechnungen noch überprüfen müsse.
Doch mit der Erteilung der Baugenehmigung sei demnächst zu rechnen.
Stadlands
Bürgermeister Wilhelm Knupp hob hervor, daß der Gemeinderat
das Projekt stets mit einstimmigen Beschlüssen unterstützt habe.
Dies gelte insbesondere auch für das finanzielle Engagement der Gemeinde.
Besonders beeindruckend für ihn sei die Einigkeit zwischen Stadland
und der Stadt Brake gewesen, um das Gesamtprojekt realisieren zu können.
Zu Beginn der Planungen habe es zwar mehrere Investoren gegeben, doch erst
mit der Beteiligung der Wohnungsbaugesellschaft habe ein gesichertes Finanzierungs-Konzept
entwickelt werden können, das das künftige Wohnen im Seniorenzentrum
zu akzeptablen Preisen ermöglichen werde. "Ich bin der Überzeugung,
daß das Seniorenzentrum voll ausgenutzt sein wird", gab sich der
Bürgermeister optimistisch.
Landrat
Udo Zempel hob hervor, alle an der Planung Beteiligten hätten einen
Grund zur Freude, weil in Kürze der erste Spatenstich erfolgen könne.
Das Projekt sei insbesondere durch das gegenseitige Engagement und Arrangement
zwischen der Gemeinde Stadland, der Stadt Brake und dem Landkreis Wesermarsch
zustande gekommen, doch ein Dank müsse auch an die Arbeiter wohlfahrt
gerichtet werden, die das Seniorenzentrum betreiben werde. Verärgert
zeigte sich der Landrat über die Kreisverwaltung, die gestern morgen
durch Abwesenheit glänzte. "So etwas gehört sich nicht", richtete
Udo Zempel seine Kritik an Oberkreisdirektor Geert Latz.
In
seiner weiteren Ansprache hob Udo Zempel auch die arbeitsmarktpolitische
Bedeutung dieses Projektes hervor. Die Ausschreibung habe ergeben, daß
von den 20 Angeboten 18 durch Firmen aus der Wesermarsch vorgenommen werden.
Darunter seien zudem viele Firmen aus der nördlichen Weserrnarsch.
Durch den Betrieb der beiden Seniorenzentren werde es zudem rund 30 neue
Arbeitsplätze geben. |