| Rodenkirchen.
Eine positive Bilanz der Arbeit des erst vor etwas mehr als einem halben
Jahr gegründeten Kindergartenbeirates zog jetzt die 1. Vorsitzende
Christiane Schierholz während einer gut besuchten Elterversammlung.
Zwar hätten die Eltern in dieser kurzen Zeit nicht alles erreichen
können, was wünschenswert gewesen wäre, dennoch seien Erfolge
zweifellos vorhanden.
In
ihrem Vortrag erinnerte Christiane Schierholz daran, daß der Kindergartenbeirat
als Ergänzung des Elternrates geschaffen worden sei, um mehr Mitwirkungsrechte
gegenüber der Trägerin, also der Gemeinde Stadland, zu bekommen,
um die Interessen der Erzieherinnen stärker berücksichtigen zu
können und um eine stärkere Einbindung der Grundschule Rodenkirchen
zu gewährleisten. Die hohe Zahl der Zurückstellungen von Erstkläßlern
im vergangenen Schuljahr sei ein Alarmzeichen für die Eltern des Kindergartens
gewesen. Über den Kindergar tenbeirat, in dem die Grundschule vertreten
sei, solle deshalb eine verstärkte Kooperation zwischen beiden Institutionen
verwirklicht werden.
Wegen
der hohen Zahl der Zurückstellungen habe sich der Kindergartenbeirat
auch mit der Frage beschäftigt, was aus den schulpflichtigen Kindern
werde, die für den Schulbesuch als noch nicht tauglich beurteilt werden
und deshalb tagtäglich zum Schulkindergarten nach Boitwarden gebracht
werden müßten, was einerseits lange Fahrtwege und andererseits
ein Herausnehmen aus dem gewohnten sozialen Umfeld bedeute.
Der
Kindergartenbeirat habe sich deshalb über die Errichtung von Vorklassen
informiert, doch für Rodenkirchen sei diese Einrichtung kein Thema,
denn Vorklassen wür den nur dann eingerichtet, wenn es nicht genügend
Kindergartenplätze gebe. Als sinnvoll dagegen biete sich die Schaffung
eines
Schulkindergartens
für Stadland an, doch augenblicklich würden die Voraussetzungen
dafür nicht erfüllt, denn zur Einrichtung dieser Form der Heranführung
der Kinder an den Schulalltag sei erforderlich, daß es pro
Schuljahr
mindestens zehn Zurückstellungen von Erstkläßlern gebe.
Als positiv bewertete Christiane Schierholz, daß die Gemeinde während
einer Ausschußsitzung zu diesem Thema erklärt habe, die Entwicklung
weiter
aufmerksam zu verfolgen.
Da
es in der nächsten Zeit institutionell kaum Möglichkeiten gebe,
die vorschulische Erziehung in Rodenkirchen zu verbessern, habe der Kindergartenbeirat
auf die Verringerung der Gruppenstärke gedrängt. Diese Diskussion
habe sicherlich mit den Ausschlag gegeben, daß sich der Gemeinderat
für den Bau eines Kindergartens in Kleinensiel entschlossen habe.
Ohne die Kleinensieler Kinder werde sich die Gruppenstärke von jetzt
rund 25 auf etwa 20 Kinder verringern. Trotzdem, so Christiane Schierholz,
seien weitere Maßnahme für eine verstärkte vorschulische
Erziehung im Kindergarten notwendig.
Als
bedauerlich bezeichnete die Vorsitzende des Kindergartens-Beirates, daß
es die Gemeindeverwaltung nach rund einem halben Jahr noch immer nicht
geschafft habe, zu berücksichtigen, daß sie als Vorsitzende
dann zu Ausschußsitzungen eingeladen wird, wenn Themen, die mit dem
Kindergarten zu tun haben, beraten werden. Dieses sei dem Kindergartenbeirat
sowohl von der politischen Seite als auch von der Verwaltung versprochen
worden. Der Gemeindedirektor habe ihr dann nach einer Beschwerde über
nicht erfolgte Einladungen ausdrücklich zugesichert, die organisatorischen
Maßnahmen getroffen zu haben, damit sich dieses nichtwiederholen
werde, doch dieses Versprechen sei bisher nicht eingelöst worden.
Deshalb habe sie ohne Einladung an der jüngsten
Schulausschußsitzung
teilgenommen, in der sie angeregt habe, neben den Schulen auch den Kindergarten
Rodenkirchen in den derzeit laufenden Versuch, Frischmilch als Pausengetränk
anzubieten, einzubinden. Doch
dieser
Hinweis fehle im angefertigten Protokoll ebenso wie ihre Teilnahme, obwohl
sie sich in die Anwesenheitsliste eingetragen habe. "Ich hoffe aber auf
die Lernfähigkeit der Verwaltung", gab sich Christiane Schierholz
optimistisch.
Nach
ihrem Vortrag fanden in den fünf Kindergartengruppen die Wahlen des
EIternrates statt. Für jede der insgesamt fünf Kindergartengruppen
wurden zwei Elternvertreter gewählt, die automatisch dem Kindergarten-Beirat
angehören und aus ihrer Mitte in der nächsten Zusammenkunft eine
Vorsitzende beziehungsweise einen Vorsitzenden sowie einen Schriftführer
wählen müssen.
In
der blauen Gruppe wurde Uwe Stratmann als Vorsitzender bestätigt,
neue stellvertretende Vorsitzende ist Birgit Schenk. In der grünen
Gruppe gibt es zwei neue Eltervertreter. Birgit Kobbenbrink ist Vorsitzende,
stellvertretende Vorsitzende ist Elisabeth Krause. In der Lila-Gruppe wurde
Doris Scheer in ihrem Amt bestätigt, neue stellvertretende Vorsitzende
ist Sylvia Rohde. In der gelben Gruppe wurde Elke Folte als Vorsitzende
ebenfalls wiedergewählt. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde
Wilfried Haase. In der roten Gruppe wurde die Vorsitzende des Kindergarten-Beirats,
Christiane Schierholz, bestätigt. In dieser Gruppe ist Ingrid Bohlen
neue stellvertretende Vorsitzende. |