| Rodenkirchen/Petit
Caux. "Ca va?" "Oui, ca va trés bien!" Das waren nach Einschätzung
von Gudrun Ley die wohl meistgebrauchten Ausdrücke der Stadlander
Realschüler und Realschülerinnen während ihres Aufenthaltes
in der Partnergemeinde District du Petit Caux.
An
den Bushaltestellen oder auf dem Schulhof begrüßten sich deutsche
und französische Pennäler je nach Sympathie füreinander
mit zwei bis vier Küßchen. Am heutigen Dienstag wird die Französischklasse
der Realschule mit ihrer Lehrerin zurückerwartet.
Unterstützt
vom Freundeskreis Petit Caux und der Gemeinde Stadland, reiste die Schülergruppe
am 27. September in die Normandie und wurde dort am Abend von den Gastfamilien
aus Berneval-le-Grand, St.-Martin-en-Campagne, Puys, Bracquemont und Bellevillle-sur-Mer
herzlich empfangen. Dazu zählte auch der Bürgermeister der Gemeinde
Belleville-sur-Mer, Daniel Joffroy, der auch Präsident des Partnerschaftskomitees
im District ist und in dieser Eigenschaft die organisatorischen Vorbereitungen
im District getroffen hatte.
Bei
strahlendstem Sonnenschein lernten die deutschen Jugendlichen am Sonntag
die landschaftlichen Reize der Küstengemeinde kennen, wobei insbesondere
die Steilküste mit ihren weißen Kreidefelsen und den Kiesstränden
sehr beeindruckend war. Natürlich machte die Reisegruppe in den ersten
Stunden ihres Aufenthaltes auch schon mit einigen kulinarischen Genüssen
Bekanntschaft.
Am
darauffolgenden Montag begann für sie schließlich der "Ernst
des Lebens": Morgens wurden die Schülerinnen und Schüler aus
Stadland von den beiden Leitern einer weitergehenden Schule in der Nachbarstadt
Dieppe begrüßt, durch das Schulgebäude geführt, mit
detailliert ausgearbeiteten Stundenplänen ausgerüstet und anschließend
in drei Gruppen auf die Klassen aufgeteilt. Aufgefordert, ins kalte Wasser
zu springen und zu versuchen, sich im "bain scolaire francais" freizuschwimmen,
begann für sie der Unterricht mit Deutsch, Latein, Spanisch, Englisch,
Technik, Physik, Mathematik, Sport und Musik. Jeweils um 12.30 Uhr lernten
sie das Schlangestehen kennen, denn auch die deutschen Schülerinnen
und Schüler mußten sich vor der Schulkantine einreihen, um gemeinsam
mit den französischen Pennälern das Mittagessen einzunehmen.
Während
der gesamten Woche nahmen die Schülerinnen und Schüler vormittags
am Unterricht der Schule in Dieppe teil. Nachmittags erkundeten sie mit
ihrer Lehrerin Gudrun Ley die Hafenstadt Dieppe mit ihren Sehenswürdigkeiten
sowie die nähere Umgebung. Am vergangenen Mittwoch stand eine Fahrt
entlang der landschaftlich reizvollsten Küste der Normandie, der sogenannten
Alabasterküste, nach Etrétat und Fécamp auf dem Programm.
Gestern hielten sie sich als Schlußpunkt ihres elftägigen Aufenthaltes
in Rouen auf.
Lehrerin
Gudrun Ley ist sicher, daß die Schülerinnen und Schüler
auf eine sehr lehrreiche Woche zurückblicken können: "Überwältigt
von der normannischen Gastfreundschaft wird der auf diese Weise gelebte
Gedanke der Völkerverständigung mit Sicherheit auch von deutscher
Seite weitergepflegt, und es bleibt zu hoffen, daß man sich bald
auf einen französischen Gegenbesuch in der Gemeinde Stadland freuen
darf." |