| Seefeld.
Kinder aus Weißrußland sollen im kommenden Sommer die Gelegenheit
bekommen, sich in Seefeld und Umgebung zu erholen.
Die
evangelischen Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Butjadingen und Brake,
die Ortsgruppe Nordenham des Deutschen Kinderschutzbundes, der Landfrauenverein
Seefeld, die BUND-Kreisgruppe Wesermarsch und das DGB-Ortskartell Jade
wollen zehn Kinder und zwei Betreuer aus der Umgebung des Atomkraftwerkes
Tschernobyl zu einem vierwöchigen Erholungsaufenthalt einladen. Die
Planungen dafür wurden jetzt bei einem Treffen im Seefelder Gemeindehaus
fortgeschrieben.
Zu
Beginn des Treffens ließen sich die Gruppen und Organisationen von
Irene Kamm-Starostzik aus Berne informieren, wie der im vergangenen Sommer
veranstaltete Ferienaufenthalt von Tschernobyl-Kindern verlief. Diesen
Ferienaufenthalt hatten die Berner Kirchengemeinde, das DGB-Ortskartell,
die SPD und die Grünen gemeinsam organisiert. Die Berner planen, einen
solchen Aufenthalt auch im kommenden Sommer zu veranstalten.
Doch
auch nach Seefeld sollen strahlenbeschädigte Kinder kommen. Sie werden
zwischen neun und zwölf Jahre alt sein und in zwei Gruppen in Seefeld
und Umgebung wohnen. An den Wochenenden soll ihnen die Möglichkeit
gegeben werden, sich in Familien mit etwa gleichaltrigen Kindern aufzuhalten.
Da sich die Kinder mit ihren Betreuern vom 19. Juli bis zum 16. August,
also sowohl in den Sommerferien als auch zu Beginn des neuen Schuljahres,
in Seefeld aufhalten werden, ist auch daran gedacht, ein
gemeinsames
Projekt mit der Seefelder Schule zu veranstalten.
Die
Initiatoren hoffen, daß sich viele Einwohner an diesem Ferienaufenthalt
sowohl organisatorisch als auch finanziell beteiligen und haben inzwischen
das "Kuratorium in der nördlichen Wesermarsch" gegründet, das
mit der weißrussischen Stiftung "Kinder von Tschernobyl" in Minsk
zusammenarbeitet. Kontaktfrau für das Kuratorium ist Anne Büsing-Thaden
aus Seefelderaußendeich, Telefon 04734/213.
Inzwischen
hat das Kuratorium auch vier Spendenkonten eröffnet: Raiffeisenbank
Esenshamm-Stadland, Konto 1903800, Raiffeisenbank Nord-Butjadingen, Konto
66323900, Raiffeisenbank Butjadingen Süd, Konto 27601400, und Landessparkasse
zu Oldenburg in Nordenham, Konto 63408140. |