| Rodenkirchen/Hannover.
Die Bezirksregierung Weser-Ems wird sich am Montag oder Dienstag dazu äußern,
wie sie den Beschluss des Stadlander Gemeinderates, eine Veränderungssperre
für das Gelände des Kernkraftwerkes Unterweser zu erlassen, bewertet.
Das
teilte gestern Pressesprecherin Herma Heyken auf Anfrage der Kreiszeitung
Wesermarsch mit. Die Bekanntgabe erfolgt damit unmittelbar vor der nächsten
Sitzung des Stadlander Gemeinderates am kommenden Donnerstag, 1. März,
"damit der Rat die Infos hat", wie sich Herma Heyken ausdrückte. In
dieser Gemeinderatssitzung soll über den Antrag der e.on-Kernkraft
GmbH auf Bau eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente am
Kernkraftwerk Unterweser entschieden werden.
Der
Entscheidung der Bezirksregierung, sich über den Ratsbeschluss zu
äußern, war ein vertrauliches Gespräch in Hannover vorausgegangen.
Daran hatten Vertreter des Niedersächsischen Umweltministeriums, des
Innenministeriumsm, der Staatskanzlei, der Bezirksregierung Weser-Ems sowie
Landrat Udo Zempel und Oberkreisdirektor Jürgen Mumdey teilgenommen.
Über den Inhalt dieses Gespräches wurde nichts bekannt. Der Pressesprecher
des Niedersächsischen Umweltministeriums, Volker Wiesner, sagte, es
habe einen "Austausch der Standpunkte" gegeben. Jeder habe für seinen
Bereich bestimmte Aufgaben mit nach Hause genommen.
Zur
Sicherstellung der zukünftigen nichtnuklearen Nutzung des Geländes
des Kernkraftwerkes hatte der Gemeinderat am 1. Februar vor über 600
Zuhörern einen Flächennutzungs- sowie einen Bebauungsplan mit
einer Veränderungssperre beschlossen und darauf hingewiesen, dass
die Gemeinde damit für sich das aktualisiere, was das Landesraumordnungsprogramm
und das regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises vorschreibt. Diese
Entscheidung bedeutete gleichzeitig, dass das geplante Zwischenlager für
abgebrannte Brennelemente nicht gebaut werden kann. Die Veränderungssperre
trat am 16. Februar in Kraft. ums |