Fachmann beschäftigt sich mit der Umweltverträglichkeitsprüfung
Auschuss fasst einstimmigen Beschluss zum Zwischenlager
Rodenkirchen. Die Gemeinde Stadland wird einen Fachmann damit beauftragen, sich mit den Unterlagen der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Bau eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Unterweser in Kleinensiel zu beschäftigen.

In dieser schwierigen rechtlichen Angelegenheit traut sie sich nicht zu, die Unterlagen mit dem eigenen Personal zu bewerten. Der Beschluss des Bau- und Planungsausschusses fiel einstimmig aus. Kurz zuvor hatte Hinrich Brader als 1. Vorsitzender des Landvolkvereins Rodenkirchen/Golzwarden/Esenshamm noch die Gelegenheit bekommen, sich darüber zu äußern, welche Bedenken die Landwirtschaft gegen dieses geplante Zwischenlager hat. Außerdem verfolgten rund 20 Mitglieder der Aktion Z die Beratung im Ausschuss, die nur wenige Minuten dauerte.
Bestandteil des Bauantrags
Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist Bestandteil des Bauantrages für die Errichtung dieses Zwischenlagers. Dieser war Anfang der vergangenen Woche von der e.on-Kernkraft GmbH gestellt worden.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird im Gegensatz zum Bauantrag unter Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden. Sie wird von 5. Februar bis zum 6. April ausliegen.
Eine Darstellung des Vorhabens, die Beschreibung der Anlagenkonzeption und der Umweltsituation am geplanten Standort, eine Prognose und Beurteilung möglicher Umweltauswirkungen durch das Vorhaben sowie Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung oder zum Ausgleich von Umweltauswirkungen gehören zu dieser Umweltverträglichkeitsprüfung. Als Behörde zuständig ist das Bundesamt für Strahlenschutz mit Sitz in Salzgitter.

Kreiszeitung Wesermarsch, 26. Januar 2001