Fraktion lehnt Rücktritt ab
Christdemokraten sprechen Fraktionsvorsitzenden Günter Busch "uneingeschränktes Vertrauen" aus
Rodenkirchen. Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat bei einer Stimmenthaltung und ohne Gegenstimmen ihrem Fraktionsvorsitzenden Günter Busch das Vertrauen ausgesprochen und damit Forderungen nach einem Rücktritt abgelehnt. Das berichtete gestern der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Gerd Padeken.

Die Fraktion habe auch die vom ausgeschiedenen Ratsherrn Lars Kanz geäußerten Vorwürfe gegen den Fraktionsvorsitzenden als haltlos und unwahr zurückgewiesen.
Gerade in jüngster Zeit habe es überhaupt keine Meinungsverschiedenheiten zwischen Lars Kanz und Günter Busch gegeben, denn vor der Sommerpause habe das ehemalige CDU-Ratsmitglied aus beruflichen Gründen nicht an Sitzungen teinehmen können, danach sei der Fraktionsvorsitzende Günter Busch einige Monate krank gewesen. Der Fraktion seien auch keine parteiinternen Kämpfe und Intrigen bekannt, so Karl-Gerd Padeken. 
Sie habe Günter Busch auf Antrag eines Fraktionsmitgliedes einstimmig für seine bisherige Arbeit in dieser Legislaturperiode gedankt und ihm das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen.
Auf Befragen erklärte der Fraktionsvorsitzende, er persönlich habe Lars Kanz immer unterstützt. Schon bei seiner ersten Ratskandidatur vor zehn Jahren habe er dafür gesorgt, dass der Rodenkircher einen besseren Platz auf der Kandidatenliste bekommt. In den bisherigen vier Jahren dieser Legislaturperiode sei die Zusammenarbeit gut gewesen. 
Meinungsverschiedenheiten in der Sache gebe es natürlich überall, auch in der CDU-Fraktion. Als Fraktionsvorsitzender sei es seine Pflicht, die Meinung der Mehrheit nach draußen hin zu vertreten.
Außerdem, so Günter Busch weiter, habe er mehrere Male verhindern können, dass Lars Kanz mit unüberlegten Äußerungen an die Öffentlichkeit gegangen sei. Einmal sei ihm das nicht gelungen. Deswegen sei Lars Kanz später wegen übler Nachrede rechtskräftig vom Landgericht Oldenburg verurteilt worden. Lars Kanz, so vermutete Günter Busch, wolle mit seinen Aussagen offenbar von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken.  ums

Kreiszeitung Wesermarsch, 01. Februar 2001