| Kleinensiel.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat sich jetzt für einen besseren Lärmschutz
für Kleinensiel eingesetzt. Ein entsprechender Antrag soll in der
heute ab 19 Uhr im Rathaus stattfindenden Gemeinderatssitzung behandelt
werden.
Im
Zuge der Zuwegung zum Wesertunnel sollte nach Ansicht der Christdemokraten
die Brücke über den Butjadinger Zu- und Entwässerungskanal
an der Nordseite, also nach Kleinensiel hin, mit einer Lärmschutzwand
ausgestattet werden. Weiter östlich sollte die Trogumwallung des Wesertunnels
an der Nordseite auf vier Meter ab Fahrbahndecke erhöht werden.
Bei
des bisherigen Planungen, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Busch
sei man von einem lediglich regional bedeutsamen Wesertunnel ausgegangen.
Inzwischen hätte sich die Situation aber verändert, denn sowohl
das Land Niedersachsen als auch der Landkreis Wesermarsch hätten sich
dafür ausgesprochen, bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans
eine durch den Tunnel führende Küstenautobahn in den vordringlichen
Bedarf einzustufen. Eine solche Trasse würde sehr viel mehr Verkehr
mit sich bringen, so Günter Busch.
Zudem
werde der geplante Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven für mehr Schwerlastverkehr
sorgen. Nach den derzeitigen Prognosen würden täglich etwa 350
Lastkraftwagen von Wilhelmshaven durch den Wesertunnel und auch wieder
zurück fahren.
Aus
diesem Grunde sei ein besserer Lärmschutz für die Kleinensieler
Einwohner erforderlich, zumal solche Maßnahmen bereits im Planfeststellungsbeschluss
aus dem Jahre 1996 anerkannt worden seien. Ein Lärmschutzwall mit
einer Länge von 500 Metern sei zwar bereits erstellt worden, aber
darüber hinaus seien die von der CDU vorgeschlagenen Anlagen erforderlich.
Diese Lücken sollten bereits in der jetzigen Bauphase geschlossen
werden, denn eine spätere Nachrüstung werde viel teurer werden,
hob der CDU-Fraktionsvorsitzende hervor. |