| Kleinensiel/Gemmrigheim.
Bevor Stadland es tat, war es in der Gemeinde Gemmrigheim bereits beschlossen.
Nun ziehen weitere Kommunen im Kreis Ludwigsburg nach: Sie stärken
Gemmrigheim beim Widerstand gegen ein atomares Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände
in Neckarwestheim den Rücken.
Der
Besigheimer Gemeinderat erklärte in seiner Entschließung, dass
er jegliche Form eines Zwischenlagers beim Gemeinschaftskernkraftwerk (GKN)
ablehnt. Das einstimmig verabschiedete Papier wird an Umweltminister Jürgen
Trittin und an den baden-württembergischen Ministerpräsident
Erwin Teufel weitergeleitet. Die Landes- und die Bundesregierung werden
aufgefordert, die atomrechtliche Genehmigung für das Zwischenlager
zu versagen.
Einen
Bauantrag des GKN für zwei Tunnelröhren, in denen 150 Castor-Behälter
zwischengelagert werden sollen, hatte Gemmrigheim in der vergangenen Woche
abgelehnt. Das Projekt soll auf Gemmrigheimer Gemarkung entstehen. Zurzeit
prüft das Ludwigsburger Landratsamt, ob es das Nein der Kommune durch
ein Ja ersetzen wird. Dies ist möglich, wenn ein Beschluss rechtswidrig
ist und darüber hinaus ein übergeordnetes öffentliches Interesse
an dem Bauvorhaben besteht. Besigheim ist überzeugt, dass alle demokratisch
legitimen Mittel ausgeschöpft werden müssen, um das Zwischenlager
zu verhindern.
In
den vergangenen Tagen hatten auch die Gemeinderäte der Nachbarkommunen
Kirchheim/Neckar und Walheim entprechende Entschließungen verabschiedet.
Das
Gemmrigheimer Ortsparlament hatte bereits im September 1999 ein ähnliches
Papier verfasst. Danach folgten Bönnigheim im Kreis Ludwigsburg sowie
Neckarwestheim und Lauffen in Kreis Heilbronn. |