| Stadland.
Das nasse und stürmische Wetter hat auch in der Gemeinde Stadland
den Vereinen das Pfingstfest gründlich vermiest. Statt fröhlich
zu feiern, froren die wenigen Besucher der traditionellen Pfingstbaumsetzen.
Wo
sonst große Kolonnen von Fahrradfahrern ankommen und auch wieder
abfahren, herrschte am Pfinstsonntag gähnende Leere. Wegen des Sturmes
hatte die Dorfgemeinschaft Absen am Sonnabend an der Gaststätte Tönjes
in Absersiel darauf verzichtet, den Pfingstbaum aufzustellen. Es wäre
zu gefährlich geworden.
Erst
am Vormittag des Sonntags reckte sich der Baum dem Himmel entgegen, der
mit immer dunkleren Regenwolken aufwartete. Die Vereinsflagge der Dorfgemeinschaft
wurde zwar auf den Baum hochgezogen, aber schon wenige Minuten später
wieder heruntergeholt, denn durch den heftigen Wind drohte sie einzureißen.
Das wollten die Mitglieder um die 1. Vorsitzende Charlotte Schülbe
nicht riskieren.
Eine Fahrt mit
"Hanni"
Während
eine Ponykutsche Kinder durch den Ort kutschierte, spielte zur gleichen
Zeit das Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen zum
Frühschoppen auf, dieses Mal aber nicht draußen, sondern in
der Gaststätte Tönjes.
Die
Idee der Dorfgemeinschaft Absen und des Wassersportvereins Niederweser,
das Pfingstfest zum ersten Male zusammen zu feiern, wäre sicherlich
ein Erfolg geworden, aber Petrus hatte etwas dagegen. Die Hobbykapitäne
liefen dann auch nur einmal mit ihrem historischen Dielenschiff "Hanni"
aus. Nur einige wenige Besucher hatten es gewagt, in das Schiff einzusteigen.
Danach war es auch gar nicht mehr möglich, mit dem Schiff auszulaufen,
denn gegen Mittag überflutete das Hochwasser das weitläufige
Gelände an der Gaststätte, so dass der Pfingstbaum nicht nur
von oben, sondern auch noch von unten nass wurde.
Froh
waren am Sonnabend die Mitglieder des Pfingstbaumclubs und Bürgervereins
Achterdorp, als sie den Pfingstbaum an der Grundschule aufgestellt hatten.
Anschließend verkrochen sie sich unter das große Vordach des
Gebäudes, wo sie etwas Schutz vor Wind und Regen fanden.
Im
kleinen Kreis wurde auch beim Pfingstbaumclub Vivat Hartwarden gefeiert.
Der Verein stellte seinen Pfingstbaum bei der Gaststätte Friesenheim
auf.
Umzug
In
Schwei ging der farbenfrohe Umzug bei strömendem Regen und böigem
Wind über die Bühne, Regenschirme gehörten für die
Zaungäste zum unentbehrlichen Requisit, inklusive durchgeweichter
Schuhe und kalte Füße. Die Schweier hatten einen prächtigen
Umzug auf die Beine gestellt. Voran der Spielmannszug Seefeld, der die
lange Karawane durch das Dorf führte. Nach der Festrede vor der Schweier
Krug wurde der schmucke Baum in die Höhe gezogen. Danach konnten sich
die frierenden Besucher im Saal der Gaststätte Schweier Krug bei einem
flotten Tänzchen wieder aufwärmen. Mit einem Frühschoppen
und einem Fass Bier, dass von der Wirtin spendiert wurden, endete das Pfingstbaumsetzen
am Sonntag.
Schirme klappen
über
Auch
in Kleinensiel stemmten sich die Teilnehmer des Festumzuges gegen den rauen
Wind. Die Regenschirme klappten über, während die Musiker der
Kapelle unverdrossen den Takt angaben. Nach dem Marsch durch das Dorf verzichtete
der Bürgerverein aber wegen des Windes auf das Aufstellen des Baumes.
Erst am Sonntag zogen kräftige Männerarme den Pfingstbaum neben
dem Dorfgemeinschaftshaus in die Höhe.
In
Reitland setzten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Tradition
des Pfingstbaumsetzens fort. Unter den Klängen des Fanfaren- und Spielmannszuges
Seefeld erhob sich der schmucke Baum am Sonntag in die Höhe. Während
der Burhaver Danzkring unter dem Pfingstbaum tanzte, öffnete sich
die Himmelsschleuse und die Gäste flüchteten vor dem Regen in
das große Festzelt. Am Nachmittag servierten die Frauen der Blauröcke
Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Erstmals gab es in diesem Jahr keinen
Pfingstball mehr in Reitland, dafür durfte nachmittags getanzt werden. |