Zwei Transporte nach Sellafield
Bundesamt erteilt Genehmigung für KKU
Kleinensiel/Salzgitter. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hat jetzt dem Atomkraftwerk Unterweser (KKU) in Kleinensiel erlaubt, maximal zwei Transporte mit abgebrannten Brennelementen zur britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield zu transportieren.

Bis zum 31. Oktober dieses Jahres müssen die Transporte aus Unterweser vorgenommen werden, erklärte das Bundesamt. Inhaberin der Transportgenehmigungen ist die Nuclear Cargo+Service GmbH (NCS). Wann von den erteilten Genehmigungen Gebrauch gemacht wird, liege bei der NCS und dem Kraftwerksbetreiber. Der konkrete Transporttermin müsse auf Grund einer Auflage des Bundesamtes mit dem Innenministerium "in einem ausreichenden Zeitraum vor Transportbeginn abgestimmt werden". 
Durch Auflagen in den Genehmigungen werde sichergestellt, dass die international festgelegten Grenzwerte für radioaktive Verunreinigungen an der Oberfläche der Transportbehälter eingehalten werden. Dementsprechend seien konkrete Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung, Kontaminationskontrolle, Transportdokumentation und Meldepflichten festgelegt worden, teilte das Bundesamt weiter mit.
Neben Unterweser haben auch weitere Kernkraftwerke Genehmigungen für Transporte mit abgebrannten Brennelementen erhalten. Aus dem Block B in Biblis wurden maximal sieben Transporte erlaubt, die nach La Hague gehen. Ebenfalls nach Frankreich dürfen maximal fünf Fuhren aus dem Kernkraftwerk Brunsbüttel und zehn aus Mühlheim-Kärlich gebracht werden.
Insgesamt wurden also für dieses Jahr noch 24 weitere Transporte abgebrannter Brennlemente positiv beschieden. 

Kreiszeitung Wesermarsch, 25. Mai 2001