| Schwei.
"Als Störfeuer" hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Günter Hespos
den Antrag der CDU bezeichnet, Landrat Udo Zempel solle dafür sorgen,
dass der Landkreis 1,1 Millionen Mark aus der Kreisschulbaukasse für
den Bau einer neuen Sporthalle in Schwei zur Verfügung stellt.
Günter
Hespos betonte, er habe den Eindruck, die CDU versuche die "von ihr nicht
so geliebte Halle" zu verhindern, um danach die Schuld der SPD-Kreistagsfraktion
und Landrat Udo Zempel in die Schuhe zu schieben.
Der
Antrag der CDU, Udo Zempel aufzufordern, das Thema in der nächsten
Kreistagssitzung auf die Tagesordnung zu setzen, sei zudem überflüssig,
denn es werde in der Kreisausschusssitzung am 18. Juni ohnehin behandelt.
Denn nachdem sich die SPD-Kreistagsfraktion nach einem Besuch der Sporthalle
in Schwei für eine Förderung eines Neubaus aus der Kreisschulbaukasse
ausgesprochen habe und die Kreisverwaltung daraufhin die Ansicht vertreten
habe, der Neubau sei nicht förderungswürdig, habe die Gemeinde
Stadland Widerspruch eingelegt. Dieser werde nun im Juni behandelt, so
Günter Hespos, der davon ausgeht, dass der Kreisausschuss dem Widerspruch
stattgibt.
Wenn
daraufhin die Zusage einer Förderung aus der Kreisschulbaukasse vorliegt,
könne sofort mit dem Bau der Sporthalle begonnen werden, machte der
SPD-Fraktionsvorsitzende weiter klar. So habe auch der Gemeinderat im Zuge
der Haushaltsberatungen am 26. April entschieden. In dieser Sitzung habe
Udo Zempel auch deutlich darauf hingewiesen, dass das Geld aus der Kreisschulbaukasse
2003 oder 2004 fließen werde. Gerade der Landrat sei es gewesen,
der sich ganz besonders für den Neubau eingesetzt habe. "Und er steht
zu seinem Wort", so Günter Hespos.
Obwohl
die Mittel vom Kreis erst später kommen würden, könne sofort
mit dem Bau der Halle begonnen werden, wenn eine Entscheidung des Kreises
vorliege, denn Stadland habe im Haushalt die Investition zur Verfügung
gestellt. Da die CDU-Fraktion den Etat abgelehnt habe, habe sie ein eindeutiges
Zeichen gesetzt, die Sporthalle nicht bauen zu wollen, sagte Günter
Hespos.
Mit
der CDU-Forderung, 1,1 Millionen Mark vom Landkreis haben zu wolle, werde
die Messlatte sehr hoch gesetzt, sagte Günter Hespos weiter. Die SPD
nenne keine Summe, sondern gehe davon aus, dass die Gemeinde die Mittel
bekomme, die ihr auf Grund der Richtlinien der Schulbaukasse zustehe.
Der
Gemeinderat sei für den CDU-Antrag ohnehin falscher Adressat, da es
sich um eine Angelegenheit des Kreises handle. Die CDU hätte sich
besser an ihre Kreistagsfraktion wenden sollen. |