| Rodenkirchen.
"Was Lars Kanz macht, ist seiner nicht würdig", das sagte jetzt der
stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU in der Wesermarsch, Björn
Thümler. Das Ausschütten von Schmutzkübeln und das Waschen
dreckiger Wäsche sei unnötig.
Björn
Thümler reagierte damit auf die massiven Vorwürfe des ehemaligen
CDU-Ratsherrn gegen den Fraktionsvorsitzenden Günter Busch. Die Fakten
seien zum Teil anders, als von Lars Kanz dargestellt.
So
seien die Aufnahme neuer Mitglieder und die Zustimmung des Kreisvorstandes
dazu zwei Dinge, die voneinander getrennt seien. Die im Dezember neu gemeldeten
Mitglieder seien offiziell erst mit dem Beschluss des Kreisvorstandes in
die Partei aufgenommen worden und würden zur Ermittlung der Delegiertenzahlen
nicht herangezogen. Andere Behauptungen seien böswillig und verleumderisch,
reagierte Björn Thümler auf die Aussagen von Lars Kanz.
Kein abgekartetes
Spiel
Daher
sei die Behauptung, dass das Verfahren zur Listenaufstellung 1996 ein abgekartetes
Spiel gewesen sei, unrichtig, ebenso die, dass der Landesvorstand die Urwahl
als erste Priorität sehe und nur in Ausnahmefällen die Delegiertenwahl
zulasse. Der Landesvorstand lasse beides gleichberechtigt zu. Diesem Votum
sei der Kreisvorstand in der Wesermarsch gefolgt, um die Entscheidung den
Verbänden vor Ort zu überlassen. In Stadland habe man sich mehrheitlich
für die Delegiertenwahl entschieden, so Björn Thümler.
Nach
eigenen Angaben verwundert ist Björn Thümler über die Art
und Weise der Abrechnung mit dem Fraktionsvorsitzenden Günter Busch,
den Lars Kanz in einem Schreiben vom 22. Januar 2001 noch als "über
die Maßen aktiv für die CDU-Fraktion Stadland" gelobt habe.
Demokratische
Mittel
"Man
kann nicht mit jedem und allem einverstanden sein, in einer demokratischen
Partei schon gar nicht", so Björn Thümler, "nur gibt es dafür
Möglichkeiten, sich mit eben diesen demokratischen Mitteln auch dagegen
zur Wehr zu setzen beziehungsweise sich durchzusetzen".
Bösartig
sei die Unterstellung, der Kreisvorsitzende Joachim Wiesensee habe aus
niederen Motiven gegen die Ratsfrau Mathilde Ehlers opponiert. "Dagegen
muss ich mich sehr deutlich verwahren", so Björn Thümler, "denn
Joachim Wiesensee sei mehr als integer und habe sich stets für Frau
Ehlers verwandt".
"Leider
hat Lars Kanz diesen Weg beschritten, den er als Demokrat nicht nötig
gehabt hätte, denn eine Partei lebt von der demokratischen und fairen
Auseinandersetzung, davon ist leider hier nichts zu merken", sagte der
stellvertretende Kreisvorsitzende abschließend. |