| Rodenkirchen.
"Björn Thümler will offenbar alte Rechnungen begleichen anstatt
für eine rückhaltlose Aufklärung zu sorgen", so reagierte
das ehemalige CDU-Ratsmitglied Lars Kanz auf Äußerungen des
stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden.
Da
er sich offensichtlich nicht richtig mit dem Kreisvorsitzenden Joachim
Wiesensee abgestimmt habe, habe er sich zu unsachlichen und nicht den Tatsachen
entsprechenden Äußerungen hinreißen lassen.
Die
Bewerber der CDU für die Räte würden durch eine Versammlung
aller wahlberechtigten Mitglieder aufgestellt. Auf Antrag des Kreisvorstandes
könne der örtlich zuständige Landesvorstand in besonders
begründeten Fällen die Bildung einer Vertreterversammlung anordnen.
Thümlers Äußerungen könne somit keine Glaubhaftigkeit
beigemessen werden.
Die
stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU, Mathilde Ehlers, habe den CDU-Ortsvorstand
Rodenkirchen über die unkorrekte Aufnahme von Mitgliedern unterrichtet.
Diese seien nach ihrer Aussage auf Weisung von Wiesensee durch die Kreisgeschäftsführerin
Meier am 22. Dezember ohne Kreisvorstandsbeschluss in die Kartei aufgenommen
worden. "Der Kreisvorsitzende Joachim Wiesensee ist zu diesem Sachverhalt
nach meinem Austritt durch den Ortsvorstand befragt worden und hat dem
nicht widersprochen", so Lars Kanz. Dass in Kleinensiel 30 Prozent der
Mitglieder nicht in Stadland wohnen, sei zudem satzungsrechtlich äußerst
bedenklich.
"Björn
Thümler legt mir im übrigen Behauptungen in den Mund, die ich
nie gemacht habe. Dieses Verhalten hat mich überrascht und ist völlig
unredlich." Björn Thümler operiere nach dem Motto, eine starke
Behauptung sei immer besser als ein schwacher Beweis.
Seine
Behauptung, Wiesensee habe Mathilde Ehlers immer gefördert und sei
integer, sollte Thümler in einem Gespräch mit Wiesensee hinterfragen.
Wiesensee habe zur Person Ehlers geäußert, sie sei viel zu unbekannt,
eine Kandidatur für den Landesvorstand würde ihr nur schaden.
In Zukunft sollte sich Thümler vor Ort abstimmen und nicht Presseerklärungen
aus dem Standardbaukasten zur Verunglimpfung des politischen Gegners loslassen,
so Lars Kanz.
Bevor
Thümler endgültig in die Fraktion derer, die sagen, es sei alles
alles in Ordnung, eintrete, "hoffe ich, dass er diesmal seine Fahne in
den richtigen Wind hängt und für eine völlige Aufklärung
der in meinem Brief geschilderten Sachverhalte sorgt, an denen es nichts
zurückzunehmen gibt". |