Unterlagen liegen bis zum 5. April aus
Einwendungen beim Bundesamt möglich
Rodenkirchen/Kleinensiel. Die Unterlagen zum Bau eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente liegen zur Einsicht im Rodenkircher Rathaus öffentlich aus.

Bis einschließlich 5. April können die Akten im kleinen Sitzungssaal eingesehen werden. Ausgelegt sind der Antrag der e.on-Kernkraft GmbH auf Bau eines Zwischenlagers, der Sicherheitsbericht für das Standort-Zwischenlager Unterweser, eine Kurzbeschreibung des Standortes sowie ein Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung.
Während der Auslegungsfrist können Einwendungen schriftlich beim Bundesamt für Strahlenschutz, Postfach 100149, 38201 Salzgitter, eingeschickt oder während der Dienststunden des Amts zur Niederschrift abgegeben werden. Nach Ende der Auslegungsfrist sind Einwendungen nicht mehr möglich.
Im Anschluss daran wird es einen Erörterungstermin geben, der nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz voraussichtlich im Juni in Rodenkirchen stattfinden wird.
Die e.on Kernkraftwerk GmbH will bestrahlte Brennelemente aus dem Betrieb des Kernkraftwerkes Unterweser in Castor-Behältern aufbewahren. Es handelt sich dabei sowohl um Uran- als auch um Mischoxid-Brennelemente. Auch defekte Brennelemente sollen eingelagert werden.
Maximal 80 Stellplätze sollen entstehen, wobei die Lagerzeit je Behälter 40 Jahre nicht überschreiten soll. Die Halle besteht aus einem Lagerbebäude, das etwa 80 Meter lang, 27 Meter breit und 23 Meter hoch sein wird, aus einem Empfangsbereich und einem direkt angebauten Betriebsgebäude. Es soll von einem separaten Zaun umgeben werden.
Die Behälter seien mit einem Deckelsystem dicht verschlossen, die Dichtheit werde überwacht, zitiert das Bundesamt für Strahlenschutz aus den Antragsschreiben der e.on-Kernkraft GmbH. Die Wärmeabfuhr aus dem Lagerbereich erfolge über Naturkonvektion ohne aktive Einrichtungen. Das bedeutet: Die Wärme soll an auf- oder abwärts gerichtete natürliche Luftströmung abgegeben werden.
Im Betriebsgebäude sollen die Versorgungseinrichtungen für das Lager untergebracht werden, ebenso die Melde- und Überwachungseinrichtungen.  ums

Kreiszeitung Wesermarsch, 08. Februar 2001