Von
unserem Redaktionsmitglied
Uwe
Stratmann
Oldenburg/Bremerhaven.
Die Beschlüsse der Gemeinde Stadland gegen einen Ausbau des Atomkraftwerkes
Unterweser bei Esenshamm (Kreis Wesermarsch) sind rechtswidrig.
Das
teilte die Bezirksregierung Weser-Ems gestern mit. Der Rat der Gemeinde
hatte Anfang Februar eine Veränderungssperre für den Bebauungsplan
beschlossen. Damit sollten Pläne des Kraftwerk-Betreibers e.on verhindert
werden, auf dem Gelände ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente
zu errichten.
Da
es sich nach Angaben der Pressesprecherin bei der Bezirksregierung Weser-Ems,
Herma Heyken, nicht etwa um einen rechtsverbindlichen Bescheid handle,
sondern nur um einen Hinweis, könne die Gemeinde jedoch damit umgehen,
wie sie wolle.
Sie
könne auf Grund der Einschätzung der Bezirksregierung ihren Beschluss
vom 1. Februar aufheben, könne ihre Planungen aber auch fortsetzen,
riskieren dann allerdings, dass ihre Bauleitplanung nicht genehmigt werde.
Seitens der Gemeinde sei keine Eile geboten, bestätigte Heyken und
bezeichnete ein Planungsverfahren von einem bis zwei Jahren als realistisch.
Ohnehin sei der Landkreis Wesermarsch als Aufsichtsbehörde für
die Bewertung der Ratsbeschlüsse zuständig - nicht die Bezirksregierung.
Gegen
die Ausbau-Pläne demonstrierten gestern AKW-Gegner und die Umweltorganisation
Greenpeace. In Bremerhaven sammelten sie vor der Kulisse eines tonnenschweren
Castor-Modells Unterschriften gegen das Projekt.
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Cuxhavener
Nachrichten, 28. Februar 2001
Nordsee-Zeitung,
28. Februar 2001
Niederelbe-Zeitung,
28. Februar 2001
Stader
Tageblatt, 28. Februar 2001
Zevener
Zeitung, 28. Februar 2001
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